Gesichtserkennung, Sprachassistenten, autonomes Fahren, Haushaltsroboter – man könnte sich fragen, wozu wir eigentlich noch unsere Hände brauchen?

Kaum etwas schafft in Sekundenschnelle eine persönlichere Beziehung als ein fester Händedruck – von Mensch zu Mensch. Ohne Berührung verkümmert man. Der Mensch kann ohne Geschmackssinn leben, ohne Gehör, sogar ohne Augenlicht, aber nicht ohne Körperkontakt. Säugetiere degenerieren oder sterben sonst. Berührungen sind in manchen Phasen unseres Daseins ein regelrechtes Lebensmittel; so hat es Haptik-Forscher Martin Grunwald in einem Interview mit dem „Stern“ formuliert.

Wir leben also von Berührungen, aber wir haben auch den Drang zu berühren. Das fängt schon früh an. Bis zum Alter von etwa drei Monaten umschließen die Finger von Babys automatisch alles, womit die Handflächen in Berührung kommen. Den Greifreflex gibt es übrigens auch bei den Füßen. Hier krümmen sich allerdings nur die Zehen und die Fußsohle beugt sich unter Druck.

Was für Menschen gilt, trifft auch auf Dinge zu. Dinge, die man wirklich anfassen kann, sind uns nicht nur räumlich näher, sondern wir haben eine Beziehung zu ihnen. Dabei ist nicht von Kuscheldecken an kalten Winterabenden die Rede.

Es ist einfach beruhigend zu wissen, dass man ein wichtiges Projekt in gute Hände geben kann. An ein kompetentes Team, das die ideale Mischung aus Erfahrung, Können und Leidenschaft bietet.

Schallplatten – also echtes Vinyl – erleben gerade eine ungeahnte Renaissance. Und das nicht nur allein wegen des unverwechselbaren Klangs. Für Musikliebhaber ist es nämlich ein ganz besonderer Genuss, eine Platte zur Hand zu nehmen, das oftmals kunstvolle Cover zu betrachten, die Vinylscheibe aus der Schutzhülle zu nehmen und sie auf den Plattenspieler (manch junger Mensch weiß nicht mehr, was das ist) zu legen.

Oder Bücher. Allein der Duft beim Aufschlagen eines neuen Romans würde einfach fehlen. Auf einen E-Reader kann man sich über 1.000 Titel ziehen, aber wird das Lesen dann nicht sehr beliebig? Das gedruckte Buch hat eine andere emotionale Wertigkeit. Wir erinnern uns an den Inhalt eines gedruckten Buches leichter als an den eines digitalen, sagt zum Beispiel der Leseforscher Adriaan van der Weel. Ganz abgesehen davon, dass wir ohnehin schon einen Großteil des Tages auf einen Bildschirm starren. Nein, ganz eindeutig: Man muss ein Buch in den Händen halten, die Beschaffenheit des Papiers spüren; nur dann entsteht eine emotionale Bindung. Denn hochwertiges Papier schmeichelt den Händen, man begreift – im wahrsten Sinne des Wortes –, dass das Druckerzeugnis mit Liebe zum Detail geschaffen wurde.

Außerdem: Wer will schon in der Freizeit nur eine Maus in der Hand halten, wenn man doch eine Katze streicheln kann? Und dann sind da noch die Sammler. Versuchen Sie mal, elektronische Magazine in Ihr Regal zu stellen und sich über jede Ausgabe zu freuen, wenn Sie sie mal wieder in die Hand nehmen. Ganz zu schweigen davon, sich tolle Artikel auszuschneiden und bei der nächsten Gelegenheit in geselliger Runde, also beim realen Zusammensein, vorzuzeigen.

Die Welt ist schon digital und sie wird es immer mehr. Und das ist für bestimmte Bereiche auch völlig okay. Aber was nützen einem 100 Freunde bei Facebook, wenn niemand da ist, der beim Umzug mit anfasst? Anfassbar bedeutet ja auch noch etwas ganz anderes. Nämlich auch nahbar zu sein, bereit zu sein, zuzuhören und mit anderen Menschen in direktem Kontakt voller Leidenschaft Dinge zu erschaffen, gemeinsam Projekte zu realisieren, Lösungen zu entwickeln und sich auf ein Team, mit dem man jederzeit auch in echt sprechen kann, verlassen zu können. Das ist etwas, das einen hohen Wert hat. Diese Werte sind es dann auch, die bei Mohn Media ganz oben auf der Liste stehen, wenn es darum geht, Kunden zufriedenzustellen und Projekte Hand in Hand zum Erfolg zu führen.